Komponenten

Plattenspieler Komponenten

Im Gegensatz zu einem Phonographen oder Grammophon, die rein mechanisch konstruiert waren, und einem ausschließlich aus elektronischen Bauelementen bestehenden MP3-Player, ist ein Plattenspieler ein Gerät, bei dem mechanische, elektrische und auch elektronische Bauteile präzise zusammen wirken: Gehäuse (Halterung / Chassis), Plattenteller, Antrieb, Tonarm,Tonabnehmer, Stromversorgung und Verkabelung. Daher gibt es je nach Bauart kaum ein Gerät der Unterhaltungselektronik, bei dem die Preisklassen derart auseinanderdriften.

Das stabile Gehäuse

Das Gehäuse hält alle übrigen Bauteile zusammen. Es muss funktional den Plattenspieler vor Trittschall, externen Impulsen, internen Schwingungen und tieffrequenten Rückkoppelungen bewahren, die als Störgeräusche in elektrische Signale verwandelt werden könnten. Das Gehäuse darf keine Eigenresonanz aufweisen. Im Idealfall besteht das Gehäuse respektive die Grundplatte aus massivem Marmor, der praktisch resonanzfrei ist. Eine andere Lösung findet man mit verwindungssteifen, nichtmagnetischen Druckgusskonstruktionen oder resonanzarmen Holzzargen.
Das Gehäuse hat die Hauptaufgabe, die Achse des Plattentellers dauerhaft und toleranzfrei parallel zur Vertikalachse des Tonarmes zu halten. Durch Stellschrauben und mit der Kontrolle durch eine eingebaute Wasserwaage wird bei guten Plattenspielern gesichert, dass der Plattenteller genau horizontal rotieren kann und der Tonarm keinen seitlichen Kräften ausgeliefert wird.

Die mechanische Dämpfung

Die sogenannte Trittschall-Dämpfung des Gehäuses oder der Teller-Tonarm-Kombination soll bei der Rillenabtastung sehr niedrige, auch unhörbare Frequenzen abhalten, da sie vor allem den Verstärker und die Lautsprecher im Infraschall-Bereich unnötig belasten und zu Verzerrungen führen können. Infraschall-Signale können von Schwingungen und Impulsen im Abspielraum oder von Erschütterungen durch den Verkehr, z.B. von U-Bahnen, sowie Baumaschinen in der Umgebung ausgehen.
Eine reine Federung ist nicht ausreichend. Die Federschwingung muss ähnlich wie beim Stoßdämpfer eines Autos assymetrisch ausklingen. Ausgeklügelte ölhydraulische Dämpfungen gehören bereits in den High End Bereich. Ein hohes Gewicht des Abspielsystems kann die Eigenfrequenz herabsetzen, was zum Teil auch durch eine massive Steinplatte als Unterlage des Plattenspielers erreicht werden kann.