USB-Plattenspieler

USB PlattenspielerEin völlig neuer Trend

Gesetzt den Fall, Sie besitzen noch einige Raritäten in Ihrer Plattensammlung, oder ein paar besonders lieb gewonnene Scheiben, an denen Sie egal aus welchen Gründen hängen, und die Sie auch nicht weggeben wollen. Sie spielen diese Scheiben nicht mehr, und sie stauben im Keller oder auf dem Dachboden ein. Sie würden diese Musik gerne wieder öfter hören, aber aus Bequemlichkeit bleiben die Platten in Ihren Hüllen. Ja, man hat sich so an den Komfort der CDs gewöhnt. Dann digitalisieren sie doch wenigstens einige Ihrer Lieblingen. Sie haben doch noch ein komplette Audio-Anlage zuhause und einen Computer sowieso, sonst könnten Sie dies nicht lesen. Also ran an die Bouletten.

Digitalisierung über die HiFi-Anlage

Das kann doch nicht so schwer sein. Zuerst überprüfen Sie den schon eine Weile nicht mehr benutzten Plattenspieler. Oh! Der steht ja schon eine Weile auf dem Speicher weil, er nach der Meinung Ihrer Partnerin / Ihres Partners unbenutzt nur als Staubfänger Platz weggenommen hat. Gut! Sie raffen sich auf und holen das gute alte Stück und rücken es in die Nähe der Anlage. Dann führen Sie das Cinch-Kabel zur Phonobuchse, obwohl sie schon etwas oxidiert erscheint, und drehen das Kabel ein wenig hin und her zur Sicherung des Kontaktes. Dann wollen Sie ein weiteres Cinch-Kabel an den TB-Ausgang hängen, aber da ist ja noch das Viererbündel ihres seit Jahren ebenfalls nicht mehr benutzten Cassetten-Decks dran. Das schaffen sie auch.

Die Crux mit den Verbindungen

Wo zum Teufel ist der Adapter von Cinch auf Miniklinke? Sie finden ihn schließlich beim Krimskrams des alten Audio-Zubehörs in der Nähe von ein paar alten Kabeln mit DIN-Steckern. Wofür waren die eigentlich gut? Der Adapter ist Ihnen wenigstens geblieben, nachdem der Nachwuchs den tragbaren CD-Spieler mitgenommen hatte. Jetzt können sie endlich ihren Verstärker an der Soundkarte anschließen. Das war doch gar nicht so schwer.

Nun können Sie in aller Ruhe eine Platte auflegen und wenigstens eine WAV-Datei auf der Festplatte anlegen. Ein Programm zur digitalen Komprimierung war auf die Schnelle nicht zu finden. Na ja, ein Programm zur Umwandlung in eine MP3-Datei können Sie ja kostenlos vom Internet downloaden. Dann ist das Handy mit eingebautem Player vom letzten Weihnachten endlich als Walkman-Ersatz zu verwenden. Aber dann muss die Musikdatei noch aufbereitet werden. Das kommt später. Würden Sie ein solches Szenario wirklich schätzen?

Automatische Digitalisierung der Schallplatten

Seit einigen Jahren geht das Überspielen von Analog auf Digital wesentlich einfacher, nämlich mit dem USB-Plattenspieler. Kaum ein Audio-Gerät hat der HiFi-Branche und der Plattenspieler-Herstellung so viele Impulse gegeben, wie dieser noch junge Gerätetyp. Wenn Sie nur Ihre Vinyls „retten“ wollen, um sie bequem bei der Hand zu haben oder eine ganze Plattensammlung und Ihre Operngesamtaufnahmen in der Westentasche mitnehmen wollen, dann weisen die USB-Spieler den einfachsten und komfortabelsten Weg. Viele namhafte Hersteller haben jetzt gute Mittelklasse-Spieler mit automatischer Umwandlung und Speicherkarten Slots oder zumindest mit dazu gelieferten Programmen im Angebot.

Der einfache Weg

Sie legen die Platte auf, stecken ein Speicherkarte in die Plattenspieler-Konsole, drücken auf den Startknopf und nach dem Ende der Seite haben Sie automatisch eine digitalisierte Speicherung. Sie drehen die Platte um, und die Speicherung geht weiter und sofort, bis Ihre Karte eventuell voll ist. Wenn sie wollen, können Sie die Datei gleichzeitig über ein USB-Kabel auf dem Computer zur Nachbearbeitung speichern. Sie können über den AUX-Eingang der Audio-Anlage gleichzeitig mithören, oder den Vorgang im Hintergrund laufen lassen. Sollten Sie Schellacks sichern und ihre Aufnahme digital restaurieren wollen, lohnt sich der Austausch der mitgelieferten Tonabnehmer durch Modelle, die für die Adaption einer 0,7 Mikrometer Diamantnadel geeignet sind.

Eine sinnvolle Automatik

Wenn Sie audiophil veranlagt sind, wird sie die Digitalisierung ihrer Raritäten ohnehin nicht interessieren. Dann brauchen Sie über Sinn und Unsinn einer modernen Automatik im Plattenspieler sowieso nicht nachdenken. Für Normalverbraucher, selbst mit etwas gehobenem Anspruch, gibt es inzwischen USB-Plattenspieler, mit denen man einen unbrauchbar gewordenen Mittelklasse-Spieler sehr wohl ersetzen kann. Es wird ja einen Grund haben, warum sogenannte große Marken inzwischen auch oder sogar überwiegend USB-Plattenspieler mit komfortabler Automatik im Programm führen, die preislich zwischenzeitlich die 300 Euro-Grenze überschreiten.
Zu den Markenherstellern zählen Denon, Dual, Ion, Pioneer, Lenco, Pro-Ject, Sony und Stanton. Die Hybrid-Plattenspieler mit integriertem CD-Spieler (US Blaster 7329) oder Brenner (Ion USB 2 CD) gehören konstruktionstechnisch bereits zu den Profi-Plattenspielern und erreichen oder überschreiten die 500 Euro Marke.

Wenn also oben Kritik an der mechanischen Automatik geübt wurde, war dies aus der Sicht des anspruchsvollen Plattensammlers und Musikliebhabers. Für normale Konsumenten mit durchschnittlichen Erwartung bringt die inzwischen hybrid gestaltete Automatik keine Nachteile mehr. Auch wenn nicht alle Hersteller von Plattenspielern USB-Geräte anbieten, haben sie doch meist halbautomatische Spieler im Angebot, auch Thorens.