Preisgestaltung
Plattenhobel oder Spitzengerät
In der Preisgestaltung haben hochwertige Plattenspieler und Lautsprecher etwas gemeinsam, den großen Anteil handwerklicher Fertigung von im Detail streng selektierten Bauteilen. Plattenspieler und Lautsprecher sind hier Musikinstrumenten ähnlich. Sie können nur eingeschränkt unter Einsatz von Fertigungsautomaten und Laufbändern hergestellt werden.
Im High-End-Bereich („State of the Art“) haben sie Prüfzertifikate wie das Meisteretikett eines Instruments. Doch steigt der Preis weit überproportional im Verhältnis zur Steigerung der Wiedergabe-Qualität. Der anglo-amerikanische Begriff „High End“ kommt auch kostenmäßig vom oberen Ende der Fahnenstange und wird häufig in der Audiotechnik verwendet, wenn auch nicht immer zuverlässig. Bei eBay kommt er oft übertrieben in der Produktdarstellung der Anbieter vor. Der Ausdruck „State of the Art“ ist dagegen seit 1910 als allgemeine Bezeichnung für die aktuelle Ingenieurskunst nachweisbar. Leider gilt, dass „State of the Art“ von heute der Schrott von morgen sein kann.
Zwischen Low End und High End
Die Preisspanne bei Plattenspielern beginnt unter 50 Euro inklusive Verstärker aus Fern-Fernost. Mit rund 20.000 Euro für einen handgefertigten Brinkmann LaGrange mit Tonabnehmer, Tonarm und Spezialkabel ist das Ende der Fahnenstange erst in Sicht. Beide Preisextreme sollten einen Interessenten nicht abschrecken. Die recht annehmbare gehobene Mittelklasse liegt zwischen 500 und 1.000 Euro für einen komplett ausgestatteten Plattenspieler. Doch auch in der unteren Mittelklasse ab etwa 200 Euro gibt es passable Modelle.
Wie viel einem Musikliebhaber eine Audio-Anlage wert ist, muss er selbst entscheiden. Bei in der Qualität zusammen passenden Komponenten kommt man leicht auf Kosten, die einem gehobenen Sportwagen entsprechen. In den folgenden Abschnitten werden daher vor allem die Ansprüche an Modelle der Mittelklasse berücksichtigt, um Ihnen Hinweise für Kaufentscheidungen zu geben.



